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Fliegende Sterneküchen: Besser essen bei den Airlines
Die Strategen der Low-Budget-Airlines unterschätzten in dem Punkt Catering ihre Passagiere. Um die Ticketpreise möglichst niedrig zu halten, wurde auch die kostenlose Bordverpflegung aus der Kalkulation gestrichen. Wer heute mit einer Billigfluglinie verreist hat während des Fluges die Optionen sich einer mehrstündigen Blitzdiät zu unterziehen, oder zu kräftigen Preisen diverse Snacks und Getränke zu erstehen. Doch Kundenbefragungen zeigen ein anderes Bild: Die Passagiere wollen sehr wohl ihr Essen an Bord inklusiv haben, auch wenn es sich dabei nur um ein Sandwich handelt.
Seit 90 Jahren können Fluggäste in der Luft tafeln. Die Flugpassagiere welche 1918 von Paris nach London flogen, konnten vor Abflug Körbe mit belegten Broten und Thermoskannen erwerben. Seit dem hat sich kulinarisch in den Bordküchen viel getan. Mit kulinarischen Genüssen für Fluggäste werden jährlich Milliarden verdient. Die größte deutsche Cateringgesellschaft bereitet pro Tag über eine Million Speisen zu. Eine ausgeklügelte Logistik sorgt dafür, dass die bestellten Mahlzeiten pünktlich zu den richtigen Flugzeugen kommen. Auch was die Qualität und Optik des Essens angeht, liegt die Messlatte mittlerweile sehr hoch.

Pappbecher und Plastikbesteck gehören bei einigen Airlines der Vergangenheit an: Edelstahlbesteck und Porzellan sorgen dafür, dass sich der Fluggast wie in einem Restaurant fühlt. Auch in den Bordküchen wurde aufgerüstet: Um den Passagieren nicht schnöden Pulverkaffee zu servieren, wurden in manchen Flugzeugen bereits Espressomaschinen installiert.
Airlines des oberen Preissegments lassen sich mittlerweile mit Menüs beliefern, welche von Starköchen kreiert wurden. Schließlich bringen die First-Class-Plätze den Fluglinien richtig Geld und somit müssen diese Gäste entsprechend versorgt werden. Andere Fluggesellschaften bieten Essen aus Biolebensmitteln an oder gehen auf individuelle Sonderwünsche der Passagiere, wie beispielsweise vegetarisches Essen, ein.
Auch die Jahreszeitlichkeit der Gerichte schlägt sich mittlerweile bei den Fluglinien in den Menükarten nieder: Im Frühjahr wird bei Langstreckenflügen eher Fleisch serviert. Dagegen geht es im Sommer leichter zu auf den Tellern, dann werden Fisch und Gemüse kredenzt.
Eine asiatische Airline führt umfangreiche Tests durch, bevor ein Wein in die Menükarte aufgenommen wird. Das Angebot an Wein, Sekt und anderen Spirituosen wird immer umfangreicher. So verfügen einige Langstreckenflüge über einen regelrechten Weinkeller.
Alle Freunde des guten Essens während eines Fluges freuen sich auf die Indienststellung des Airbus A 380: Dieser kann mit einer aufwändigen Bordküche und einem Speisenaufzug ausgestattet werden.
In diesem Sinne: Guten Appetit beim nächsten Flug!